Ich erinnere mich so gut, als wäre es erst letzte Woche gewesen:
Ich war 16 und „es war kompliziert“:
Ein ständiges On und Off, „zufällige“, aber doch inszenierte Treffen, bei denen ich nie voraussagen konnte, ob er ablehnend oder freundlich und liebevoll zugewandt sein wird. Reine Glückssache, ob es wieder eine kurze On-Zeit gab… oder ich eben gleich Pech gehabt und wieder gehen konnte. Tschüß.
Bis zum nächsten Mal.
Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
Und das Ganze ging ständig so.
Immer wieder.
Über Jahre.
Viel zu lange.
Hätte ich damals schon etwas über Dualseelen gewusst, ich hätte mein grünes und sagenhaft aufgetuntes Mofa, aus dem ich stolze 45 statt 25 km/h raus holen konnte, darauf verwettet:
„Yes, ER ist meine Dualseele!“
Damals hieß das schlicht, „der will nix Festes“. Oder „du bist halt nicht soo sein Typ“, verbunden mit dem hilfreichen Tipp, „lauf dem nicht nach, such dir wen anders!“
Sein plausibler Grund: „Keine Zeit“. Völlig nachvollziehbar. Der Freizeitstress hat ihn fertig gemacht...
Fertig.
Bindungsangst gab es damals noch gar nicht.
Dualseelen auch nicht.
Spirituelle Hobby- und Experten-Dualseelen würden ihn heute in die Schublade „Lernpartner“ oder „ein Karmischer“ stecken.
Käse.
Er war Einer von Mehreren, die mir alle mein Muster spiegelten, das sich wie ein roter Faden kreuz und quer durch mein Leben zog.
Jahre später gab es das Internet. Dualseelen gab es zu dem Zeitpunkt aber immer noch nicht. Bindungsangst auch noch nicht.
Aber ich fand etwas anderes:
Von der Frauenzeitschrift „Birgit“ (oder so ähnlich) gab es damals ein Online-Forum, das heute schon seit etlichen Jahren nicht mehr existiert.
Und da bin ich – ganz ehrlich - zufällig rein gestolpert.
Hups! Wovon schreiben diese Damen und 3, 4 Herren denn hier??
Sie tauschen sich über Schatten-Männer bzw. -Frauen aus.
Und die Beschreibungen, Schilderungen und Erfahrungen der Schreiber:innen passte wie die Faust aufs Auge zu dem, was mir so „passiert“ ist.
Das Ding hat einen Namen!
Und ich war also nicht der/die Einzige, die so einen Mensch mit so einer Story erlebt hat!
Uiiiii…. So einzigartig bekloppt war ich also ganz sicher nicht.
Nur – man hat sich nur ausgetauscht. „Ja, bei mir war das auch so“ und „ich denk da noch jeden Tag dran, auch wenn das schon viele Jahre her ist“ und „der/die ist immer noch überall mit dabei“. Und die anderen haben zustimmend virtuell genickt und konnten die Beschreibungen nicht nur verstehen, sondern sogar bestätigen.
Aber Erklärungen, Antworten, Lösungen oder irgendwelche Konzepte – Fehlanzeige.
Diesen Schattenmann oder -frau kannten sie dort alle. Bindungsangst kannte Keine/r. Spirituell war von denen scheinbar auch Niemand. Zumindest hat Niemand etwas Spirituelles in diesen Begegnungen erkennen können. Und schon gar nicht hielten sich diese Betroffenen für etwas besonderes oder gar für auserwählt.
Keiner dieser Betroffenen kam seinerzeit auf die absurde Idee, dass man 20 Jahre später genau wegen jener scheinbaren Unfähigkeit, eine erfüllende Partnerschaft zu führen, dazu auserwählt, geradezu prädestiniert sein könnte, wegen einer solchen Konstellation irgendeinen „Wandel“ einzuläuten und dass genau solche Verbindungen hierzu als „Beziehungen der neuen Zeit“ propagiert und notwendig sein könnten.
Denn 20 Jahre später sind aus jenen „Schattenmenschen“ plötzlich Dualseelen geworden. Wie, weiß wahrscheinlich kein Mensch mehr. Aber nur wenige wussten anfangs etwas über diese Verbindungen. Vielleicht hatte ja jemand da was gechannelt oder die Erzengel oder das höhere Selbst hat etwas geflüstert.
Oder jemand hatte einfach nur eine schlaue Geschäftsidee und hat sich das Wissen zu Nutze gemacht, dass man (emotional, finanziell, sexuell – whatever) abhängige Menschen in toxischen Verbindungen über Jahre gut beschäftigen kann, indem man ihnen endlose To-do-Listen gibt mit der Aussicht auf eine ganz außergewöhnliche und einzigartige Beziehung, mit denen sie ein Vorbild für alle anderen schlafenden und unbewussten Menschen sein würden.
Und plötzlich wurde es immer mehr: Man unterteilte in Dualseelen, Zwillingsflammen, Zwillingsseelen, Seelenpartner, karmische Partner, Lernpartner und es wurde versucht, dieses und jenes zu definieren, um dann irgendetwas aus dieser Definition ableiten zu können.
Mein persönlicher Höhepunkt, als sich dann doch langsam bei mir zaghafte Zweifel breit machten und ein Restfunke von gesundem Menschenverstand sich schließlich durchsetzen konnte: Die Dualseelen des blauen und des goldenen Strahls!
Klar, die vom goldenen Strahl sind noch einmal besonderer, als die besonderen.
Und fertig ist ein wunderschönes spirituelles Konzept, das den Himmel auf Erden verspricht…
… wenn man denn nur über Jahre genug leistet, sich anstrengt und sich diesen Himmel auch wirklich verdient hat.
Wie gesagt – woher dieses Wissen stammt: I don´t know.
Manchmal habe ich allerdings den Eindruck, es wird in Stiller-Post-Manier in die Szene posaunt:
Man hört was… versteht es vielleicht falsch… oder gar nicht… erzählt was dazu… oder lässt was weg… interpretiert neu… gibt noch seine eigene Meinung und völlig logische spirituelle Erklärung dazu… channelt selbst noch was Entscheidendes… zieht eine Karte dazu… und verkauft es dann als Wahrheit.
Und Viele, die auf YouTube den Orakeln und Experten-Videos gefolgt sind, glauben dann, dass sie nach 3 Jahren YouTube-Studium dazu fähig sind, ihr gesammelte Wissen, gespickt mit den eigenen Ansichten und Meinungen, der Dualseelen-Welt zur Verfügung stellen zu müssen.
Und so wird irgendwie alles immer verdrehter.
Bis auch das sich wieder auflösen wird.
Denn ja, wir sind im Wandel!
Das ist aber nix außergewöhnliches.
Wandel gibt es immer.
Alles verändert sich.
Permanent.
Nichts steht still.
Alles ist immer in Bewegung.
Das wusste schon Hermes Trismegistos vor über 5.000 Jahren, als er diese Feststellung als eines der Naturgesetze in seine Smaragdtafeln gemeißelt hatte.
Und deshalb wird sich auch das spirituelle oder vielleicht auch virtuelle Dualseelenkonzept verändern müssen. So, wie es sich ja auch über die letzten Jahre wie beschrieben immer wieder verändert hat.
Die Technologie und die Medizin macht es möglich:
Geschätzte 30% der Menschen sind alleingeborene Zwillinge.
Unbewusst kämpft man in der Folge in seinem Leben mit Verlust, Einsamkeit, Schuldgefühlen, Melancholie, Hochsensibilität und noch ein paar gravierenden „Symptomen“ und gerät permanent in Situationen und Beziehungen, deren Verlauf dann von diesem Fakt geprägt und tiefgreifend sind.
Das unbewusste Ziel dabei ist immer, sich wieder vollständig zu fühlen und den verlorenen Zwilling wieder an der Seite zu finden, der einen ja absolut versteht und sieht, wie und wer man wirklich ist.
Dieses Ziel und der Wunsch, zu verstehen, warum man so „anders als die Anderen“ ist, findet dann natürlich mit dem passend konstruierten Dualseelenkonzept eine vermeintlich passende Erklärung.
Nur: Der verlorene Zwilling ist ein Fakt!
Er existiert.
Das Dualseelenkonzept ist so lange geschoben, gezogen, gedrückt und verbogen worden, bis es irgendwann passend schien und eine zwar „logische“, aber spirituelle Erklärung anbot, die das Phänomen erklärte.
Da man nun jedoch die Tatsachen kennt, wird sich über kurz oder lang das Dualseelenkonzept verabschieden können, das ein vorgeburtliches Trauma durch Spiritualität, Licht und Liebe auf Seelenebene zu einer erstrebenswerten Besonderheit zu verwandeln versuchte.
Daran ändert nichts, dass dies aus Unkenntnis und der Suche nach Antworten resultiert.
Und ja, der Zwilling befindet sich in der geistigen Welt, was wiederum die Betroffenen – ebenfalls unbewusst – auf diese spirituelle Erklärung schnell anspringen lässt.
Fragt man umgekehrt einmal die Experten des Zwillingsphänomens, ist für sie eine Dualseelenbegegnung ein typischer Hinweis für einen verlorenen Zwilling beim Betroffenen.
Und zwar 1 Hinweis von unzählig vielen in allen möglichen Lebensbereichen!
Nur machen sie deswegen aber kein riesiges spirituelles Fass auf!
Sondern sie sehen es als das, was es ist: Ein vorgeburtliches Trauma, das integriert werden darf und nicht eine Erfahrung, die den Betroffenen zu außergewöhnlicher Liebesfähigkeit mit seiner angeblich fehlenden Seelenhälfte hervor hebt, die dazu geeignet wäre, die Welt und die Beziehungen auf und mit ihr zu wandeln.
Denn das ist diese Erfahrung nämlich gerade nicht!
Denn müsste es dann nicht wesentlich einfacher, schneller, unkomplizierter und leichter sein?
Ich bin mir nicht sicher, ob es erstrebenswert ist, Traumatisierte mit einer so wichtigen Aufgabe zu betrauen, die eben genau jenes erfahrene Trauma in allen Belangen toucht.
Transformiert, ja. Im spirituellen Konzept verhaftet sicher nicht.
Der Wandel passiert nicht durch, sondern trotz Dualseelen.
Und auch das Dualseelenkonzept wird sich – wie ja schon so oft – wieder wandeln (müsse). Und zwar umso mehr und umso schneller, je gesellschaftsfähiger und bekannter das Zwillingsthema wird. Um so bewusster das Thema und die Betroffenen werden.
Eigentlich ein höchst spiritueller Vorgang…
Ich habe in den letzten 9 Jahren die Dualseelen- und Zwillingssymptomatik intensiv verglichen, geprüft, regelrecht studiert. Ich habe dabei Tausende von Dualseelen mit ihren Erfahrungen gehört, gesehen, gelesen, erlebt. Und zwar beide betroffenen Seiten – die sog. „Loslasser“ ebenso wie die sog. „Gefühlsklärer“, plus die sog. „Eva“s. Übrigens unterteilen die Zwillings-Experten unabhängig davon in die sog. Schmelzzwillinge und die sog. Fluchtzwillinge. Plus in Drillinge. Nur alleine die jeweils typischen Beschreibungen machen so viel offensichtlich.
Vor ein paar Jahren habe ich übrigens bei 5.000 „Dualseelengeschichten“ aufgehört zu zählen...
Letztendlich kann ich behaupten, dabei auf keine Dualseele gestoßen zu sein, die kein alleingeborener Zwilling ist.
Ich selbst konnte in meinem eigenen Dualseeelenprozess JEDES einzelne Thema mit dem Zwillingsverlust nicht nur erklären, sondern auch transforrmieren.
Inzwischen „rieche“ ich Zwillinge ganz allgemein schon aus sicherer Entfernung.
Auch die, die nicht in einen Dualseelenprozess involviert sind.
Auch die, denen es selbst noch nicht bewusst ist.
Und so manche/r Dualseelencoach/in trägt es für mich gut sichtbar schon quasi auf der Stirn geschrieben. Ich erkenne es deutlich z.B. an ihrem Aussehen, an ihrem Auftreten. Und vor allem erkenne ich es, wenn so Manche/r in seinen/ihren Beschreibungen und Argumentationen treffend genau eine typische Zwillingssymptomatik erklärt… und es nicht einmal bemerkt… es aber anderen Betroffenen gerne als ihr spirituelles Konzept verkauft…
Ich begleite Betroffene auf völlig andere, einzigartige, untypische und vor allem unspirituelle Art. Weil Spiritualität hier mehr Vermeidungsstrategie, als wirklich eine Lösung ist und keine Basis zur Traumaintegration darstellt. Spirituelles Bypassing lenkt vom tatsächlichen Erlebnis ab, lässt es im Unbewussten und verhindert damit Transformation. So bleibt es dann zwangsläufig ein ewig andauernder Prozess. Mit Stillständen und ständigen Wiederholungen, mit denen das körpereigene System doch nur immer wieder versucht, Möglichkeiten zur Bewusstwerdung zu schaffen. Denn lenkt man dann den Blick und sein Bewusstsein auf die eigentliche Ursache, eröffnet sich gleichzeitig damit auch die Lösung und Veränderungen werden so einfach, leicht und vor allem schnell möglich.
Ich sehe mich als Pionierin und völlig abseits der sonst üblichen spirituellen Erklärungs- und Transformationsversuche. Die Erfolge meiner Teilnehmer:innen bestätigen meine Vorgehensweise mit schnellen Veränderungen und einer völlig anderen Lebenseinstellung und -weise, vor allem jedoch ihren Beziehungen.
Meine Vision ist es, dieses Wissen über den Zwillingsverlust zu verbreiten, damit das spirituelle Konzept mehr in Frage zu stellen und letztlich schneller zu wandeln.
Damit Betroffene nicht Jahre, gar Jahrzehnte sich in einem sog. Dualseelenprozess verirren und darin stecken bleiben, in Drama, Trauma und Wiederholungen hängen, sondern schnell, einfach, leicht, ohne spirituelle Ablenkung, aber dennoch ohne Retraumatisierung in ihre Souveränität und Lebensfreude finden, aus der heraus sie alles kreieren können, was sie sich wünschen.
Denn nur so kann Wandel stattfinden: Immer nur von innen nach außen. Wie im Kleinen, so im Großen.
Denn erst dann können sich neue, gesunde, erfüllende, glücklich-machende Liebesbeziehungen etablieren.
Der (zwangsläufige) Wandel des Dualseelenkonzepts ist der Wandel dieser Beziehungen.
Je schneller, umso besser.
Meine Angebote richten sich an Frauen, Männer, Paare sowie Coaches und Berater, die schnelle positive Veränderungen wollen.
(Mein Text darf unter Verwendung des Links gerne geteilt werden)



